Sweet Adventure

4 Tage Komodo-Island-Bootstour: Piratenschiff, Drachen und ein bisschen Herzschmerz

Aussicht von Padar Island im Komodo-Nationalpark

Vier Tage, ein kleines Piratenschiff und eine Route von Kuta bis Labuan Bajo – unsere Komodo-Island-Bootstour war eines der intensivsten Erlebnisse unserer bisherigen Reise. Mit Delfinen, Komodowaranen, Pink Beach und einem Aussichtspunkt, der jede einzelne Stufe wert war. Aber auch mit ein paar Momenten, die uns zum Nachdenken gebracht haben.

Auf einen Blick

  • 🚤 Route: Start in Kuta, Boot ab Kayangan Port, Ankunft im Hafen von Labuan Bajo.
  • 🛏️ Unterkunft an Bord: Shared Cabin zu fünft – deutlich geräumiger als erwartet.
  • 🐉 Highlights: Komodo-Nationalpark, Pink Beach und Padar Island.
  • 🌊 Seegang: Nachts teils deutlich spürbar, besonders in Kabinen im vorderen Bootsbereich.
  • ⚠️ Zu wissen: Bei manchen Anbietern werden Walhaie zur Fütterung angelockt. Falls euch das wichtig ist, fragt vorher gezielt nach.

Tag 1: Von Kuta aufs Piratenschiff

Los ging's morgens in Kuta. Von dort wurden wir mit einem Shuttle zum Office gebracht, wo wir alle Infos zur Tour bekamen – und direkt mit Essen und Getränken versorgt wurden.

Anschließend ging es weiter zum Kayangan Port, wo schon unser Boot auf uns wartete. Wir mussten sofort an Fluch der Karibik denken – irgendwie sah es einfach aus wie ein kleines Piratenschiff.

Wir hatten uns für eine Shared Cabin entschieden, die wir uns mit drei weiteren Personen teilten. Ehrlich gesagt waren wir positiv überrascht: Sie war deutlich größer als erwartet.

Schon kurz nach dem Start lernten wir viele nette Leute kennen, die Stimmung an Bord war von Anfang an entspannt.

Nachmittag

Kenawa Island

Wanderung auf einen kleinen Hügel für den Sonnenuntergang. Auch wenn die Sonne nicht direkt im Meer unterging, war die Aussicht wunderschön.

Kenawa Island bei Sonnenuntergang

Tag 2: Delfine, Magenkrämpfe und ein magisches Hausmittel

Die Nacht war überraschend bequem – auch wenn unser Zimmer ganz vorne auf dem Boot lag und wir die Wellen deutlich spürten. Der Sonnenaufgang versteckte sich leider hinter den Wolken.

Danach stand die Walhai-Experience auf dem Plan.

Ein ehrlicher Gedanke: Vor Ort haben wir gesehen, dass die Walhaie gefüttert werden, damit sie in der Nähe der Boote bleiben. Das hat sich für uns nicht richtig angefühlt – wir wünschen uns, Tiere so natürlich wie möglich zu erleben. Genau deshalb war das leider nicht die Erfahrung, die wir uns erhofft hatten.

Zum Glück wurde der Tag danach deutlich schöner. Wir spielten mit den anderen Karten, und plötzlich schwammen einfach Delfine neben unserem Boot her – ein wirklich besonderer Moment.

Später durften wir sogar vom Boot ins Meer springen: Justin mit direktem Backflip, Justyna eher unfreiwillig zur Unterhaltung der Gruppe. 😂

Gegen Abend

Starke Magenkrämpfe

Justyna hatte plötzlich starke Magenkrämpfe und lag etwa eine Stunde zusammengerollt auf dem Deck. Einer aus der Crew brachte heißes Wasser mit ein paar Öltropfen – fünf Minuten später waren die Schmerzen einfach weg. Bis heute unklar, was genau drin war, aber es hat gewirkt.

Deck des Bootes auf der Komodo-Tour

Die Nacht wurde danach nochmal richtig schaukelig, wir wachten mehrmals auf.

Unterwegs im Komodo-Nationalpark
Reise vorbereiten

Für vier Tage auf dem Boot richtig gepackt?

Schnorchelsachen, Sonnenschutz, leichte Kleidung und eine kleine Reiseapotheke – auf einer mehrtägigen Bootstour gibt es einige Dinge, die ihr besser vorher im Gepäck habt.

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Tag 3: Komodowarane, Pink Beach und der Aussichtspunkt, der alles wert war

Geschlafen haben wir kaum – das Boot schaukelte die ganze Nacht stark. Als wir morgens zwischen den kleinen Inseln durchfuhren, war das aber schnell vergessen: Das Wasser war unfassbar schön.

Erster Stopp war der Komodo-Nationalpark. Unser Guide hatte uns vorgewarnt, dass wegen der Paarungszeit vielleicht gar keine Komodowarane zu sehen sein würden – zum Glück hatten wir am Ende doch Glück.

Insgesamt waren wir aber nur etwa eine Stunde dort. Dafür hätten wir uns ehrlich gesagt etwas mehr Zeit gewünscht.

Mittag

Pink Beach

Wirklich knallpink ist der Strand nicht, aber einen deutlichen rosa Schimmer hat er auf jeden Fall. Das Schnorcheln dort hat uns richtig gut gefallen – die Korallen waren wunderschön.

Pink Beach im Komodo-Nationalpark
Unser absolutes Highlight: Padar Island. Wir waren etwas spät dran und liefen ziemlich schnell nach oben – oben angekommen waren wir einfach sprachlos. Diese Aussicht war jede einzelne Stufe wert.
Panoramablick von Padar Island
Padar Island – für uns einer der beeindruckendsten Aussichtspunkte der gesamten Tour.

Zurück auf dem Boot ließen wir den Abend entspannt ausklingen. Die Crew spielte Gitarre, alle sangen zusammen – genau solche Momente machen diese Tour besonders.

Komodo-Nationalpark bei Labuan Bajo
Übernachten in Labuan Bajo

Nach der Bootstour erstmal ankommen

Nach mehreren Tagen auf dem Boot waren wir froh, in Labuan Bajo erstmal in Ruhe anzukommen. Gerade für die Nacht nach der Tour würden wir eine Unterkunft mit guter Lage und etwas Komfort einplanen.

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Tag 4: Schildkröten, Babyhaie und ein bittersüßer Abschied

Zum ersten Mal schliefen wir richtig gut, weil das Boot über Nacht nicht fuhr.

Erster Stopp war Manjarite Island – nochmal schnorcheln, mit Schildkröten und sogar einem Rochen. Ein wunderschöner Start in den letzten Tag.

Vormittag

Kelor Island

Kleine Babyhaie, teilweise schon direkt vom Strand aus zu beobachten.

Kelor Island bei Komodo

Viel zu schnell war unsere Bootstour dann vorbei, und wir kamen im Hafen von Labuan Bajo an. Irgendwie wollten wir noch gar nicht von unserem kleinen Piratenschiff runter.

Den Nachmittag verbrachten wir entspannt im Hotel, zum Sonnenuntergang wurden wir nochmal mit einer unglaublichen Aussicht belohnt.

Am Abend trafen wir uns mit ein paar Leuten von der Tour wieder – natürlich nicht ohne Pizza, denn nach vier Tagen Reis hatten wir einfach Lust auf etwas anderes. 🍕

Und genau das lieben wir am Reisen: Man trifft Menschen, die morgens noch völlig fremd sind, und ein paar Tage später fühlt es sich an, als würde man sich schon ewig kennen. Man lacht zusammen, spielt Karten, erlebt wunderschöne Momente und sammelt Erinnerungen, die man nie vergisst. Deshalb ist der Abschied am Ende jedes Mal ein kleiner Heartbreak.

Unser Fazit

Vier Tage voller Kontraste: atemberaubende Ausblicke und schaukelige Nächte, Delfine und ein ungutes Gefühl bei der Walhai-Fütterung, neue Freundschaften und ein bittersüßer Abschied.

Genau diese Mischung aus schönen, lustigen und nicht ganz perfekten Momenten macht für uns echtes Reisen aus.

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Gerade unterwegs in 🇦🇺 West Coast, Australien· seit 22 Tagen